Häufige Fragen

 

Was ist denn ein „Katzenpsychologe“?

Katzen auf der Couch? Natürlich setze ich Ihre Katze nicht auf die Couch und lausche ihr.

Als „Katzenpsychologin“ sehe ich mich vielmehr als Vermittler zwischen Mensch und Katze. Meine Aufgabe ist es, herauszufinden wo die Ursache für das störende, auffällige Verhalten der Katze ihren Ausgangspunkt hat, um den Katzenhaltern danach beratend tätig zu sein.

Ich habe mir durch meine Ausbildung ein fachlich, fundiertes Fachwissen betreffend Katzen angeeignet und kenne die natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Katze sehr genau. Für die Verhaltensberatung der Katze sind Kenntnisse über die ursprüngliche Lebensweise domestizierter und wilder Katzen und wirksame Techniken der Verhaltensforschung erforderlich. Ebenso spielt die Erfahrung im Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren eine nicht unerhebliche Rolle.

 

Welche Methoden wenden Sie an?

Ich arbeite ohne Zwang oder Gewalt bei meiner Tätigkeit als katzenpsychologische Verhaltensberaterin. Seien auch Sie sich bewusst, dass jegliche Art von körperlicher Gewalt einen Vertrauensbruch zwischen Ihnen und der Katze bedeutet.

Im Laufe des Studiums habe ich gelernt mit Methoden und Ansätzen zu arbeiten, die katzenfreundlich, artgerecht, wissenschaftlich untermauert und in der Praxis erprobt sind. Um einige Beispiele hier zu nennen setze ich klassische, operante Konditionierung, Gegenkonditionierung, Desensibilisierung, Habituation, Extinktion, gezieltes Abschalten von auslösenden Stressreizen, Optimierung der Haltungsbedingungen, etc ein. Weiters werden diese Methoden an Ihre individuelle Situation angepasst.

Sie können mir glauben, was kompliziert klingt, sind in der Praxis oft ganz banale Kleinigkeiten oder ein bestimmtes Training um schnell zum gewünschten Erfolg zu kommen.

 

Reden Sie mit Katzen? Machen Sie Tierkommunikation?

Wie bereits in den ersten beiden Fragen beantwortet, lege ich Wert darauf mit wissenschaftlich anerkannten Methoden der Verhaltensforschung zu arbeiten und werde nicht mit ihren Katzen „flüstern“.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass auch mediale Fähigkeiten wie zB telepathische Tierkommunikation Ihre Berechtigung haben und wenn Sie damit bei Ihrer Katze bereits Erfahrung haben lassen Sie es mich ungeniert wissen. Es könnte für die Verhaltensberatung auch hilfreich sein.

 

Wenden Sie „alternative Heilmethoden“ an?

Unter Umständen kann es auch vorkommen, dass ich alternative Methoden ergänzend zur Verhaltensberatung heranziehe.

Aus meinen praktischen Erfahrungen heraus, können diese die Beratung abrunden. Gerade bei sehr gefestigten Verhaltensstörungen wie zB. Ängsten setze ich gerne ganzheitliche Methoden ein.

 

Wie lange dauert so eine Verhaltenstherapie ? Wann verhält sich meine Katze wieder „normal“?

Natürlich kann ich dazu keine konkreten Angaben machen, denn jedes Problem ist anders und jeder Mensch mit seiner Katze auch.

Meiner Erfahrung nach, gilt aber Folgendes: Je beharrlicher und konsequenter die Empfehlungen an den Katzenbesitzer von diesem durchgeführt werden, desto eher besteht die Möglichkeit das Verhaltensproblem zu beseitigen. Es ist immer der Mensch selbst gefragt, wenn es darum geht, Dinge zu verändern und zu verbessern.

 

Meine Katze ist auch Freigang gewöhnt – kann ich sie trotzdem anrufen?

Selbstverständlich!

Sie können sich gerne bei mir melden, egal ob Ihre Katze reine Wohnungshaltung gewöhnt ist, gesicherten Freigang oder auch ungesicherten Freigang hat.

 

Meine Katze lässt sich nicht anfassen oder ist aggressiv gegenüber Menschen – müssen Sie sie anfassen? Würden Sie trotzdem einen Hausbesuch machen?

Bei einem Hausbesuch geht es vor allem darum, die Persönlichkeit, die Lieblingsplätze, Rituale, Interaktionen zwischen Ihnen und der Katze und die Lebensumstände der Katze zu beurteilen und intensiver kennenzulernen.

Ich bedränge Ihre Katze dabei aber nicht. Weiters distanziere ich mich von jeglicher Art der Gewaltanwendung.

Falls Sie eine sehr scheue Katze zu Hause haben, die sich bei Besuch sofort an ihren Rückzugsort begibt und quasi mit ihrer Abwesenheit glänzt, tut das der Verhaltensberatung keinen Abbruch. Von Vorteil wäre aber, falls die Katze an Freigang gewöhnt ist, wenn ich sie trotzdem kurz kennenlernen könnte und diese sich im Haus aufhält.
Das gleiche gilt für sehr aggressive Katzen – auch diese möchte ich kennenlernen, denn das ist für eine Fallaufnahme und Ursachenfindung von wichtiger Bedeutung.

 

Wollen Sie mir ernsthaft sagen, dass man dieser Katze noch etwas beibringen kann und sie sich ändern wird?

Ganz egal wie alt eine Katze ist oder „wie eingefahren“ für Sie das Problem ist, scheuen Sie sich nicht mich anzurufen.

Oft wird Katzenhaltern gesagt, dass man der Spezies Katze nichts lernen kann, dass sie Wesen sind, die uns Menschen erziehen und wir ihre Diener sind, dass die Katze nur lernt, wenn sie jung ist. Glauben Sie mir, das ist eine weitverbreitete falsche Meinung über Katzen und diese können Sie getrost über Bord werfen.

Ich bestreite nicht, dass eine vielseitige Sozialisation für Katzenkinder wichtig ist, aber wenn Katzen im Alter nicht mehr lernen könnten, was wäre dann mit einer Katze aus dem Tierheim, die unseren Alltag nicht kennt und sich trotzdem nach einer Eingewöhnungsphase sehr gut eingliedert? Diese Katzen wären alle nicht vermittelbar.

Bei langanhaltenden störenden Verhaltensweisen oder komplexen Gesamtsituationen kann es natürlich länger dauern, bis sich Ihre Katze wieder rundum wohlfühlt und Sie als Besitzer sind mit mehr Geduld gefragt.

 

Viele Bekannte haben mir schon Tipps und Tricks empfohlen und nichts hat genützt?

Falls eine Katze Verhaltensauffälligkeiten zeigt, neigt man dazu sich bei anderen Katzenhaltern oder sich im Internet Hilfe zu suchen. Dagegen spricht natürlich nichts.
Seien Sie aber davor gewarnt, dass auch viele gut gemeinte Ratschläge kontraproduktiv sein können oder noch veraltete Sichtweisen herumkursieren, die dann wirkungslos bleiben.


Im Zuge einer Beratung werden Sie mit mir auch die bereits getätigten Maßnahmen besprechen. Möglicherweise sind bereits gute Ansätze dabei, die einfach etwas umgeändert werden müssen.

 

Kann ich Sie auch kontaktieren, obwohl meine Katze gerade gesundheitliche Probleme hat oder soll ich mich erst danach melden?

Am besten Sie informieren mich über die aktuelle Situation und ihr Anliegen. Es spricht nichts gegen eine parallele Verhaltensberatung, während einem gesundheitlichen Problem.

Allerdings werden wir den Haustermin auf jenen Zeitpunkt verlegen, wo die Katze nicht von einer Krankheit beeinflusst ist. Die Katze sollte sich schon wohlfühlen.

 

Können Sie auch etwas tun, dass die Katze nicht mehr haart?

Ab und zu bekomme ich auch Anfragen zum Thema „Haaren“ bei Katzen. Natürlich kann ich Ihnen auch hier ein paar Tipps unter Katzenhaltern geben.

Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch, dass Katzen vermehrt haaren, wenn sie sich gestresst fühlen. Es kann also durchaus sein, dass sich nach einem geeigneten Therapieplan bei meiner Beratung das störende „Haaren“ auch bessert.
Überdies spielen aber auch gesundheitliche Faktoren und die Ernährung Ihres Stubentigers eine große Rolle. Gerne können wir darüber sprechen!