Ein Zimmer für jede Katze – Faustregeln zum Mehrkatzenhaushalt

Veröffentlicht Momag-Ausgabe Juni 2015

 

Seit einigen Jahren geht der Trend der Katzenhaltung in Richtung Mehrkatzenhaushalt. Viele Katzenhalter teilen ihr Zuhause mit einer Gruppe von sechs, sieben, acht oder noch mehr Tieren. Bei vielen klappt es mit der Harmonie in der Gruppe, doch manchmal hängt auch schon bei zwei Katzen der Haussegen jahrelang schief.

Häufig begegnet mir die Frage nach der idealen Größe der Katzengruppe, wobei diese nicht pauschal mit einer bestimmten „Anzahl der Katzen“ beantwortet werden kann. So unterschiedlich jede Katze ist – so individuell auch die Antwort. Es gibt zahlreiche Faktoren, die dabei eine bedeutende Rolle spielen, doch an Nachfolgendem sollte man sich orientieren.Zimmer_Katze

 

Eine Katze braucht Platz für sich alleine

 

Besonders wichtig ist es, an das zur Verfügung stehende Platz- und Raumangebot zu denken. Es sollten nicht mehr Katzen gehalten werden, als Zimmer im Haus zur Verfügung stehen. Jede Katze braucht eigene Rückzugsmöglichkeiten, um ihrem Katzen-Dasein ungestört nachgehen zu können.

 

Überdies sollte beachtet werden, dass nicht mehr Katzen im Haushalt leben sollten, als „Hände“ zum Streicheln und zum Versorgen zur Verfügung stehen. Jede Katze benötigt eigene Zuwendung, sei es in Form von Streichel-, Auslastungs- oder Beschäftigungseinheiten. Falls das nicht mehr gewährleistet werden kann, wird der soziale Stress in der Katzengruppe steigen und es können Disharmonien entstehen.